Heusinkveld Engineering präsentierte auf der Sim Formula Europe in Maastricht ein neues Produkt, das deutlich über die klassische Knopfbox hinausgeht. Die Heusinkveld DisplayDash Durch die Kombination von physischen Bedienelementen mit einem integrierten digitalen Display wird ein Problem gelöst, das bei Rennsimulationen immer wieder auftritt: der fehlende Kontext zu den Eingaben.
Ich habe mir den Prototyp auf der Messe ausgiebig angesehen und getestet. Mein erster Eindruck ist klar: Das ist ein gut durchdachtes, funktionales und interessantes Konzept mit viel Potenzial.

Was ist das Heusinkveld DisplayDash?
Das DisplayDash von Heusinkveld ist eine Kombination aus einer Tastenbox und einem Armaturenbrett in einem Gehäuse. Anstelle von festen Etiketten, Aufklebern oder Speicherarbeit verwendet das System einen langgestreckten LCD-Bildschirm, der dynamisch Informationen über jeder Taste anzeigt. Je nach Simulator, Fahrzeug oder Profil passt sich der Kontext automatisch an.
Das Display wird durch drei horizontale Leisten unterbrochen, die insgesamt 12 Druck- und Drehtasten enthalten. Darunter befinden sich vier Drucktasten und ein Sieben-Wege-Schalter. Diese Anordnung erweckt den Eindruck von vier separaten Bildschirmen, während es sich in Wirklichkeit um einen durch Software geteilten Bildschirm handelt. Das ist nicht nur optisch raffiniert, sondern vor allem auch funktionell.
Erster Eindruck vom Heusinkveld DisplayDash
Während der Sim Formula Europe hatte ich die Gelegenheit, den Prototyp aus nächster Nähe zu erleben. Was sofort auffiel, war seine Ruhe und Klarheit. Jede Taste hat ihren eigenen digitalen Kontext: Funktionsname, Status und aktueller Wert werden direkt über dem Bedienelement angezeigt.


Auf dem Demo-Setup führte Heusinkveld sein eigenes Dashboard im unteren Teil des Displays aus, einschließlich Animationen, die auf Eingaben reagieren. Der obere Teil des Displays zeigte das beliebte Lovely Dashboard. Diese Kombination machte sofort klar, wo die Stärke dieses Produkts liegt: physische Kontrolle ohne Interpretation, Zweifel oder Rätselraten.
Besonders bei komplexeren Fahrzeugen, bei denen man während der Fahrt mehrere Einstellungen vornehmen möchte, ist dies ein deutlicher Fortschritt gegenüber den herkömmlichen Tastenfeldern.
Warum die kontextbezogene Arbeit den entscheidenden Unterschied macht
Das größte Problem bei herkömmlichen Tastenfeldern ist nicht die Anzahl der Tasten, sondern der Mangel an Flexibilität und Kontext. Das Merken von Funktionen, Aufklebern oder das Umschalten von Profilen ohne sofortige visuelle Bestätigung funktioniert zwar, ist aber fehleranfällig.
DisplayDash löst dieses Problem im Kern. Die Bedeutung jeder Eingabe wird buchstäblich auf dem Bildschirm angezeigt. Wenn Sie den Simulator oder das Auto wechseln, ändert sich der Kontext automatisch mit. Für Sim-Racer, die mehrere Simulatoren verwenden oder regelmäßig zwischen den Klassen wechseln, ist dies ein erheblicher Vorteil.
Vollständige SimHub-Integration und intelligente technische Entscheidungen
Heusinkveld bestätigte, dass das DisplayDash vollständig über SimHub gesteuert wird. Das Display ist softwaremäßig in zwei Dashboards unterteilt:
- Der untere Teil zeigt den dynamischen Kontext der Schaltflächen, einschließlich der Beschriftungen und aktuellen Werte
- Im oberen Bereich kann jedes beliebige SimHub-Dashboard angezeigt werden
Ein praktisches Detail, das sofort auffällt: Es wird kein HDMI- oder DisplayPort-Anschluss benötigt. Alles läuft über ein einziges USB-C-Kabel, einschließlich Strom, Daten und Touchscreen-Funktionalität. Das sorgt für ein übersichtliches Kabelmanagement, besonders in kompakten Sim-Racing-Rigs.


Design, Endbearbeitung und montage-Fähigkeiten
Das DisplayDash sieht schlank und industriell aus und passt gut zum Rest des Heusinkveld-Ökosystems in Bezug auf die Designsprache. Man kann deutlich die Designähnlichkeiten mit dem kürzlich veröffentlichten Heusinkveld Eins Lenkrad.
Dank der 100×100 VESA-Halterung lässt sich das Display leicht in fast jedem Sim-Racing-Rig oder Monitor-Setup positionieren. Es ist jedoch klar, dass es sich immer noch um einen Prototyp handelt: Die Verarbeitung der Tasten und des Gehäuses fühlt sich funktional an, lässt aber noch die Raffinesse vermissen, die man von einem endgültigen Produkt erwarten könnte. Das Gleiche gilt für die LED-Beleuchtung, die in diesem Stadium noch nicht überall einheitlich und elegant aussieht.
Auf der Rückseite befindet sich ein integrierter 2-Port-USB-Hub. Das mag wie ein Detail erscheinen, unterstreicht aber die Praktikabilität des DisplayDash: weniger lose Kabel, mehr Übersicht und ein logisch strukturierter Aufbau.
Spezifikationen Heusinkveld DisplayDash
- 12 programmierbare Drück-Dreh-Steller
- 4 Drucktasten und 1 7-fach-Schalter
- Volles Touchscreen-Display
- Dynamischer Kontext pro Schaltfläche
- Vollständig SimHub-kompatibel
- Zusätzlicher Platz auf dem Armaturenbrett für bestehende SimHub-Layouts
- Anschluss über ein einziges USB-C-Kabel
- 100×100 VESA-Halterung
- Integrierter USB-Hub mit 2 Anschlüssen
- Abmessungen ca. 265 × 150 mm
Voraussichtlicher Preis und geplante Veröffentlichung
Heusinkveld sagt, er strebe einen Preis von etwa 300 € an. Das DisplayDash soll im Frühjahr 2026 auf den Markt kommen. Damit ist das Produkt eindeutig in einem interessanten mittleren Segment angesiedelt, was jedoch im Einklang mit der zusätzlichen Funktionalität und Benutzerfreundlichkeit steht.
Sie bekommen viel für relativ wenig Geld und lösen damit das Problem, dass Sie nicht sowohl eine DDU als auch eine Tastenbox benötigen. Eine integrierte Lösung ist intelligent und innovativ!

Erstes Fazit: eine logische Weiterentwicklung der Hardware für Rennsimulationen
Aufgrund meiner ersten Erfahrungen während der Sim Formula Europe sehe ich das Heusinkveld DisplayDash als mehr als nur einen logischen nächsten Schritt. Ich war ehrlich gesagt positiv überrascht von diesem ersten Prototyp. Ja, die Verarbeitung ist eindeutig noch auf Prototypen-Niveau, aber die zugrunde liegende Idee ist solide. Die Stärke liegt nicht in mehr Tasten, sondern in der Tatsache, dass jede Eingabe endlich den Kontext erhält, den man beim Fahren braucht.
Genau das macht das DisplayDash für Sim-Racer interessant, die Wert auf Übersicht, Flexibilität und Vertrauen in ihre Steuerung legen. Dies ist ein Produkt, das in der Praxis eher Ruhe als Ablenkung bringen kann. Sobald eine Verkaufsversion verfügbar ist, wird zweifellos ein ausführlicher review folgen, in dem ich auf den täglichen Gebrauch und die Langzeiterfahrungen näher eingehen werde.
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