Von Pedalen zu Lenkrädern: Heusinkveld stellt das One vor. Die niederländische Sim-Racing-Marke Heusinkveld genießt weltweites Ansehen für ihre hochwertigen Pedale, Handbremsen und Schalter. Mit Produkten wie den Sprint- und Ultimate+-Pedalen konnte sich die Marke fest im High-End-Segment positionieren. Während der Sim Gaming Expo 2025 in Chicago wurde jedoch deutlich, dass Heusinkveld größere Ambitionen hat: Die Einführung ihres ersten Lenkrads, des Heusinkveld Eins.
Dieses kabellose Lenkrad im Formel-1-Stil wurde mit besonderem Augenmerk auf Funktionalität, Benutzerfreundlichkeit und Ergonomie entwickelt. Das Lenkrad wurde entwickelt, um bestehende High-End-Sim-Racing-Setups zu ergänzen, und richtet sich an ernsthafte Sim-Racer, die ein Maximum an Kontrolle und Feedback wünschen, ohne Kompromisse bei Design oder Kompatibilität einzugehen. Es ist ein überraschender und mutiger Schritt von einer Marke, die bis jetzt fast ausschließlich Hardware produziert hat, die hinter den Kulissen funktioniert - mit dem One setzen sie ihren Namen buchstäblich ins Bild.



Designvision: Form folgt Funktion
Heusinkveld hat sich bewusst NICHT für eine Nachbildung eines echten Rennlenkers entschieden. Stattdessen wurde der Heusinkveld One mit einer klaren Philosophie entworfen: perfekte Ergonomie, maximale Kontrolle, minimale Ablenkung.
Hier dreht sich alles um Leistung, Komfort und sofortiges Feedback. Das Lenkrad ist so geformt, dass es Ihre Hände bei langen Rennsessions unterstützt, ohne dass Sie auf Präzision oder die Erreichbarkeit der Tasten verzichten müssen.
Meine erste Erfahrung auf der Sim Gaming Expo 2025 in Chicago
Während der Sim Gaming Expo in Chicago Ich hatte die Gelegenheit, das Heusinkveld One persönlich zu sehen und es ausgiebig zu testen. Mein erster Eindruck war erstaunlich: Dies ist eindeutig kein Lenkrad, das versucht, eine exakte Nachbildung eines Formel-1- oder GT-Lenkrads zu sein. Es wurde für Sim-Racer entwickelt, mit dem Sim im Hinterkopf. Und das merkt man an allem. Auf jeden Fall sieht das Lenkrad markant und futuristisch aus, mit einem ganz eigenen Charakter.
Ergonomie, die sofort spürbar ist
Sobald ich das Lenkrad in der Hand hatte, war ich sofort beeindruckt, wie gut es in der Hand liegt. Die Ergonomie ist geradezu beeindruckend. Alles fühlt sich natürlich an, als wäre es speziell für meine Hände entworfen worden. Die Griffe sind aus einem angenehmen Material mit genügend Textur, um auch bei längeren Fahrten den Halt zu behalten.
Das Tastenlayout ist intuitiv, mit leicht zugänglichen Funktionen für Ihre Daumen. Die sechs Daumentasten pro Seite sind besonders auffällig und ideal für häufig genutzte Funktionen wie DRS, ERS, Boxenanforderung oder Bremsvorspannung. Selbst mit Handschuhen fühlte sich das Lenkrad sofort vertraut an. Dies ist eine auffällige und clevere Designphilosophie, die wir - so denke ich - in weiteren zukünftigen Lenkrädern sehen werden. Das Ganze fühlt sich perfekt ausbalanciert und intuitiv an!

Leichtes Gewicht, maximales Feedback
Was sofort auffällt, ist, wie leicht sich das Rad anfühlt. Mit einem Gesamtgewicht von nur 1024 Gramm - einschließlich Schalthebel, Kupplung und Batterie - ist das One so konzipiert, dass es so wenig Trägheit wie möglich zu Ihrem Force Feedback-Motor hinzufügt. Dies führt zu einem extrem direkten und präzisen Lenkgefühl. Jede Unebenheit und Kante auf der virtuellen Strecke wird überzeugend übertragen. Das geringe Gewicht in Kombination mit dem durchdachten Design sorgt für eine hervorragende Kommunikation zwischen Rad und Simulation. Für Rennfahrer, die das Feedback bis ins kleinste Detail spüren wollen, ist dies ein entscheidender Fortschritt.
Kleine Enttäuschung: verpasste Gelegenheit in der Mitte
Einer der Punkte, der mir weniger gut gefallen hat, ist die prominente Präsenz des Heusinkveld-Logos in der Mitte des Lenkers. Es nimmt optisch viel Platz ein und wirkt wie eine verpasste Gelegenheit: Warum nicht eine Ganganzeige, eine zusätzliche Displayfunktion oder eine SimHub-Integration an dieser Stelle?
Was die Funktionalitäten angeht, so wirkt das Rad auf den ersten Blick recht eingeschränkt im Vergleich zu Mitbewerbern, die über ein Display oder umfangreiche Konfigurationsmöglichkeiten verfügen. Das macht das Design ein bisschen mehr “Funktion vor Form” - verständlich, aber vielleicht zu zurückhaltend für den Preis.
Push/Pull-Paddles: überraschend vielseitig
Interessant sind jedoch - und das hat mich positiv überrascht - die einzigartigen Push/Pull-Paddles. Diese bieten zusätzliche Optionen während des Rennens, insbesondere für Sim-Racer, die ihr Setup an verschiedene Fahrstile oder Rennklassen anpassen wollen. In Kombination mit den doppelten Kupplungspaddles auf der Rückseite verleiht dies dem Lenkrad zusätzliche Vielseitigkeit. Damit eignet sich das One nicht nur für Formelautos, sondern auch für GT3, LMP oder sogar Rallye-Simulationen, je nach Konfiguration.
Verfügbarkeit und Preis von Heusinkveld One
Die Heusinkveld One ist ab Herbst 2025 erhältlich und hat eine unverbindliche Preisempfehlung von 599 Euro inklusive Mehrwertsteuer für Kunden in der EU. In den USA wird das Rad für rund 574 Euro inklusive Einfuhrzölle, aber ohne Mehrwertsteuer erhältlich sein. Der Preis für den Rest der Welt liegt bei 499 € ohne Mehrwertsteuer. Sind Sie von den einzigartigen Eigenschaften dieses Lenkrads überzeugt? Dann müssen Sie zum Glück nicht mehr lange warten, denn das Heusinkveld One wird bald das Licht der Welt erblicken!
Technische Daten und wesentliche Merkmale

Spezifikationen
- Format: 290 mm Durchmesser, formelartiges Layout
- Gewicht1024 Gramm (einschließlich Push-Pull-Schalthebel, Doppelkupplung und Batterie)
- Material: leichter Verbundwerkstoff, optimiert für geringe Trägheit
- Buttons: 14 beleuchtete Drucktasten
- Drehgeber: 2 Stück, mit Metallgriffspitzen
- Multifunktionsschalter4 Sieben-Wege-Schalter
- Funky Schalter: 2 Stück, für mehrachsige Navigation
- Schaltwippen: magnetisch, mit Push/Pull-Mechanismus
- Kupplungspedale: zusätzlicher Satz Doppelkupplungspaddles für Rennstarts
- AnzeigeFrontplatte aus Rauchglas mit 9 konfigurierbaren RGB-LEDs (SimHub-kompatibel)
- Konnektivität: komplett kabellos über eigenen USB-Dongle
- Lange Lebensdauer der Batterie: wochenlanges Rennvergnügen oder monatelanger Standby-Betrieb
- Software-UnterstützungHeusinkveld SmartControl für Einstellungen und SimHub für LED-Konfiguration und Telemetrie
- Kompatibilität: nur für PC, funktioniert mit allen gängigen Radständen über Adapter
- Preis: ab €599 inkl. MwSt. + Versandkosten
Meine persönlichen Erkenntnisse
Was Heusinkveld gut kann
- Ergonomie: Die Griffe und die Position der Knöpfe wurden sorgfältig entwickelt. Dieser Lenker fühlt sich hervorragend in der Hand und ist perfekt für lange Stints. Das ist bemerkenswert gut!
- Geringe TrägheitDas geringe Gewicht sorgt für ein einwandfreies Force-Feedback-Erlebnis, insbesondere bei High-End-Direktantriebssystemen wie dem Simucube 2 Sport
- SchiebereglerDie Push/Pull-Schalthebel sind einzigartig und bieten zusätzliche Steuerungsmöglichkeiten, die normalerweise nur bei Custom- oder Profi-Lenkrädern zu finden sind.
- Drahtlose LeistungWährend meiner Tests konnte ich keine Verzögerungen oder Instabilitäten feststellen. Die Verbindung ist stabil und zuverlässig.
- LED-IntegrationDie Schaltlichter über SimHub sind gut sichtbar und gut konfigurierbar.
- AnpassungsfähigkeitSmartControl: Mit SmartControl können Sie den Tasten zahlreiche Funktionen zuweisen, so dass der Lenker für mehrere Disziplinen verwendet werden kann.

Was könnte besser sein
- Materielle ErfahrungLenkrad: Das Lenkrad fühlt sich solide an, sieht aber plastischer aus und fühlt sich auch so an als bei der Konkurrenz im gleichen Preissegment.
- Funktionalität anzeigenDer mittlere Teil sieht aus wie ein Display, bietet aber (noch) keine SimHub-Integration mit Geschwindigkeits-, Gang- oder Delta-Informationen. Das ist eine Schande. Und eine verpasste Gelegenheit!
- Heusinkveld-LogoDas Logo ist zu auffällig und ersetzt meiner Meinung nach ein funktionelleres Element, wie z. B. eine Ganganzeige.
- Preis-QualitätFür 599 € erwartet man schon das gewisse Extra, wie z. B. hochwertige Materialien oder ein voll funktionsfähiges Display.
- Begrenztes ÖkosystemDer One ist völlig unabhängig, was im Hinblick auf die Flexibilität gut ist, aber es fehlt ihm daher die Integration in ein breiteres Ökosystem wie Fanatec oder Moza.
Positionierung gegenüber der Konkurrenz
Im Vergleich zu anderen Formel-Lenkrädern in der gleichen Preisklasse, wie z. B. dem Cube Controls F-Core, positioniert sich das Heusinkveld One als eine leichte, softwarefreundliche Alternative mit einem einzigartigen ergonomischen Design.
Während Cube Controls auf hochwertige Materialien setzt, entscheidet sich Heusinkveld für Einfachheit, funktionale Innovation und reines Feedback mit einem eher futuristischen Design. Aber das hat seinen Preis und ist etwas, das man mag oder nicht mag. Wenn Sie diese zu den viel billigeren, aber ebenso leicht vergleichen, Cube Controls Astra. Bei letzterem bekommen Sie einfach mehr für weniger Geld.
Das Heusinkveld One ist kein direkter Ersatz für ein hochwertiges Replika-Lenkrad, sondern vielmehr eine innovative Interpretation dessen, was ein Sim-Rennrad sein kann. Welches Sie wählen, hängt stark von Ihren Vorlieben ab: Wollen Sie Luxus und Verarbeitung oder pure Benutzerfreundlichkeit und sofortiges Feedback?

Fazit: Ein frischer Wind in der Welt der Rennsimulationen
Das Heusinkveld One ist nicht nur ein erster Versuch auf dem Lenkradmarkt - es ist ein mutiger, eigenwilliger Einstieg, der zeigt, dass Heusinkveld mehr kann als nur außergewöhnliche Pedale zu bauen. Und das kann ich wirklich nur schätzen und loben.
Dieser Lenker fühlt sich an wie ein Statement: leicht, komfortabel, kabellos und auf pure Kontrolle ausgelegt. Er strahlt nicht den Luxus von Carbon oder Aluminium aus, sondern kompensiert dies mit durchdachter Funktionalität und einem phänomenalen Gefühl in der Hand.
Das Lenkrad fühlt sich an wie das Instrument eines echten Fahrers. Kein unnötiger Schnickschnack, keine Gimmicks - nur ein klarer Fokus auf Leistung, Präzision und intuitive Steuerung. Die Ergonomie ist hervorragend, die Rückmeldung knackig, und die Integration mit SmartControl und SimHub rundet das Ganze ab. Und ja, es gibt Bereiche, die verbessert werden könnten - ein integriertes Display oder eine etwas hochwertigere Ausstattung wären willkommen. Aber was man dafür bekommt, ist ein Rad, das es wagt, anders zu sein.

Für Sim-Racer, die ein frisches, durchdachtes und direktes Sim-Racing-Erlebnis suchen, ist das Heusinkveld One definitiv einen Versuch wert. Das Lenkrad fühlt sich wie ein Werkzeug an, das Sie wirklich mit dem virtuellen Auto verbindet.
Ich freue mich daher riesig darauf, den One bald in meinem eigenen Sim-Rig oder auf der Sim Racing Expo in Dortmund im Oktober 2025 ausgiebig zu testen. Denn wenn die ersten Eindrücke ein Vorbote sind, dann könnte dies eine der großen Überraschungen des Jahres 2025 sein.
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